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Aktuelle News

Die 24 Stunden WM von Borrego Springs - mein persönlicher Bericht

„Hast du ned in einer Woche für 5 Tage Zeit und Lust auf Kalifornien? Zwecks 24h-WM im Weitradlfoan warats gwesen?“ – „Ins home of beef jerkey flieg ich immer gern :-)“ Was mit diesen SMS spontan begann, endete mit 886 Kilometern und einem unvergesslichen Erlebnis! Mein persönlicher (und wie immer etwas zu ausführlicher) Bericht über die 24h-WM in Borrego Springs:

Ausgangslage und Vorbereitung:
Die ganze Saison 2016 war nach dem Race Around Austria auf den 24h-Weltrekordversuch auf der Bahn ausgelegt und dementsprechend groß war die Enttäuschung, als ich diesen wegen einer hartnäckigen Verkühlung absagen musste. So bitter es auch war, entschied ich mich keine gröberen Medikamente zu verwenden und mir die Zeit zu geben, die ich brauchte, um wieder fit zu werden, auch wenn durch die Verschiebung (Termin wird 2017 nachgeholt) viel Aufwand und in Aussicht gestellte finanzielle Sponsoren-Prämien verloren waren. Trotzdem wollte ich das Jahr 2016 so nicht stehen lassen und suchte nach einer neuen Herausforderung. Meine Form kam bald wieder, da ich in der Zeit der Zwangspause (etwas mehr als zwei Wochen) auf mich und meine körperliche Situation aufpasste und man während einer Verkühlung ja nicht so stark abbaut. Im Prinzip gab es dann nur die eine Möglichkeit, nämlich zur 24h-Weltmeisterschaft im Einzelzeitfahren in mein von der RAAM-Vorbereitung bekanntes „Lieblings-Wüstenkaff“ Borrego Springs zu reisen. 

Abschreckend war nur die Tatsache, dass sehr wenig Zeit blieb um das Ganze zu organisieren und kurzfristig einen Betreuer zu finden, auf den ich mich blind verlassen konnte. Zum Glück konnte sich Markus Kinzlbauer (alias Max, der mich schon bei 2x RAAM und vielen anderen Events begleitete) kurzfristig seinen Zeitplan freischaufeln und zusagen!
Auch wenn sich Max gerne in Bescheidenheit übt, kann ich ihn und seine sportliche Erfahrung als Coach und Personal Trainer nur empfehlen – mehr Infos über ihn unter: www.mk-personaltraining.at

Unser SMS-Verkehr sah so aus: „Spontane Idee: Hast du ned in einer Woche für 5 Tage Zeit und Lust auf Kalifornien? Zwecks 24h-WM im Weitradlfoan warats gwesen?“ – „Ins home of beef jerkey flieg ich immer gern :-) Muss nur ein poar Termine checken, meld mich gleich“
Nach einigen Abstimmungen und Termin-Rochaden war es also fix: Max und ich würden wirklich kurz entschlossen nach Amerika fliegen. Geile Sache, so aufgeregt war ich schon lange nicht mehr, die Tatsache ein Rennen kurzfristig anzugehen war im Vergleich zu den lange geplanten Unternehmungen so richtig erfrischend!

Vor Ort war die Zeit recht knapp: Nach der Landung am 31.10. hatte ich vor dem finalen Ruhetag nur zwei 3-stündige Trainings in den Beinen, eines davon mit richtig harten Zeitfahr-Intervallen am WM-Kurs. Der Tag vor dem Start war also ein „Quasi-Ruhetag“ mit 30 sehr lockeren Kilometern, die gleiche Aufwärmrunde fuhr ich auch noch am Tag des Starts gleich in der Früh. Tapering sieht anders aus, in Wirklichkeit hatte ich außer dem Tag im Flugzeug keinen einzigen kompletten Tag Pause, doch das war in dem Fall auch gut so, denn ich wollte mehr meinen Rhythmus bewahren als nach dem Flug mit dicken Beinen faul herumliegen.
Am 4.11., meinem Geburtstag, ging es bei Sonnenuntergangs-Stimmung um 18 Uhr los, und ich war fest entschlossen, mir ein schönes Geschenk zu bereiten…

Strecke, Infrastruktur:
Puristisch beschreibt die Veranstaltung wohl am besten. Wenn man die top organisierten 24 Stunden Rennen aus Österreich und Deutschland kennt, wird man in Borrego etwas verwundert sein, denn hier ist fast alles anders: Auf der Strecke ist es stockdunkel, keine Straßenbeleuchtung, keine hellen Fanzonen, keine Lichter in den Kurven, keine Straßenstipfel mit Reflektoren. Direkt neben dem Straßenrand liegt Sand, der das Vorderrad bei falscher Kurvenlinie fängt und dich „auf der Schnauze“ landen lässt. Nach der halben Runde gab es eine Stop-Tafel, die man anbremsen musste und dann im Idealfall von einem Referee durchgewunken wurde. In den seltenen Fällen, in denen ein Auto vorbei kam, musste man stehen bleiben, meistens aber konnte man mit circa 20km/h über die Kreuzung fahren.
Der zweite heikle Punkt war die (unbeleuchtete) Verpflegungszone, mit einem Geschwindigkeits-Limit von 16km/h (10 Meilen pro Stunde), wo man Flaschen von der Crew annehmen durfte. Ansonsten war die Strecke sehr schnell, der Asphalt zwar rau aber die Straße breit und man konnte jede Kurve mit vollem Speed durchziehen. Die flachen Wellen spürte man kaum, erst gegen Ende wurden die 100Höhenmeter pro 29km-Runde zu einem ordentlichen Hügel… Diese einfache Infrastruktur war aber charmant und irgendwie reizvoll, die Beleuchtung am Rad war aber natürlich ein wichtiger Faktor – ein neuer Faktor für mich, denn ansonsten kenne ich nur die mächtigen Scheinwerfer vom Begleitauto, die mir die Straße ausleuchten.

Rennverlauf:
Gleich von Anfang an versuchte ich mich vorne festzusetzen, was mir aber nur teilweise gelang. Zu meiner Überraschung konnte ich zwar meine Leistung voll abrufen – das bedeutet circa 260 Watt Dauerleistung – doch damit war ich nicht alleine: Marko Baloh (SLO) war immer knapp vor oder hinter mir in Sichtweite, wir hielten den nötigen Abstand für Einzelzeitfahren natürlich ein. Ich erwartete Marko als einen der besten Ultra-Zeitfahrer aller Zeiten natürlich an der Spitze, völlig überraschend war aber der starke Auftritt von Evens Stievenart (FRA), einem in den USA lebenden Franzosen. Er setzte sich teilweise sogar mit einigen Hundert Metern von uns ab. Ebenso im Spitzenfeld war der Spanier Juan Sanz Garcia, der mir schon von vielen Rennen bekannt war: Er gibt immer für ein paar Stunden Gas, um dann einzubrechen und z.B. beim RAAM Tage später das Ziel zu erreichen.
Nach circa fünf Stunden war die Vierer-Spitze immer noch in Schlagweite und ich fühlte mich eigentlich immer besser, die Beine waren gut und ich hatte meinen Rhythmus gefunden. Also beschloss ich ein wenig zu riskieren und verschärfte das Tempo. Die nächsten zwei Runden drückte ich mit über 300W auf meine power2max-Kurbel und merkte, dass sich hinter mir kein Licht mehr befand. Es war stockdunkel hinter mir, nur der klare Sternenhimmel, meine Lieblingsmusik, mein Rad und ich. Nach diesen zwei Runden pendelte ich mich wieder im normalen Bereich ein und setzte mir als Ziel, keine Runde unter 250Watt zu fallen, was mir auch bis zum Morgengrauen gelang. Nach 12 Stunden setzte die Dämmerung ein, und nur wenige Stunden später brannte die Sonne mit voller Kraft auf das „Wüstenkaff“. Jetzt wurde die Betreuung von Max immer wichtiger, die in der ganzen Nacht sensationell gut verlief.

Verpflegung, Versorgung, Betreuung:
Man muss sich das Ganze aus zwei Perspektiven vorstellen:
- Aus meiner Sicht: Ich nähere mich der Zieldurchfahrt und muss kurz davor rechts mit maximal 16km/h in die Pit-Lane einbiegen, die 20 Meter lang ist. In der Nacht versuchte ich im unbeleuchteten Bereich Max mit seiner reflektierenden Warnweste auszumachen und schrie seinen Namen, damit er mich auch erkennen konnte. Danach musste ich von Max eine Trinkflasche übernehmen, diese so schnell wie möglich in den Getränkehalter stecken (ist hinter dem Sattel gar nicht so einfach) und ein Ensure annehmen. Mit dem Ensure in einer Hand raus aus der Pit-Lane, Tempo aufnehmen, „Schurli“ auf ex trinken und wegwerfen.
- Aus Max Sicht: Getränke zubereiten, Nahrungs-Protokoll führen, Infos sammeln und meine Situation abschätzen waren die wichtigsten Dinge, die neben Live-Tickern während meiner Runde zu tun waren. Dann kam der schwierigste Moment für ihn: Dutzende grell leuchtende Radlichter, die ihn allesamt nur blendeten, kamen zur Pit-Lane, und er konnte überhaupt nicht erkennen, wann ich daher kam. Meine Schreie waren immer deutlich genug, sodass wir die Übergabe immer schafften, Max sprintete neben mir, berichtete mir die wichtigsten News (Zwischenstände, Motivation, Kalorienbilanz) und musste dann noch das leere Ensure sammeln, das ich ein paar Hundert Meter später irgendwo am Straßenrand entsorgte…

Was so einfach klingt war wirklich schwierig und doch perfekt abgestimmt: Wir hatten einen genauen Race-Plan, kalkulierten die erhofften Rundenzeiten mit den passenden Flüssigkeits- und Kalorienmengen. Unser simples Ernährungskonzept mit Ensure, GSFood Hi-End-Energizer und Hi-End-Recovery hat wieder mal funktioniert, zusätzlich hatte ich im Trikot ein paar Magnesium Tabs und Guarana-Kapseln bei mir.  Während des Rennens hatten wir aber keine Möglichkeit zu kommunizieren, Stopps in der Pit-Lane waren für uns grundsätzlich ausgeschlossen um keine Minute zu verschwenden, also mussten wir uns gegenseitig auf uns verlassen, dass der andere auch immer verlässlich seinen Teil erledigte. Hätte mir Max einmal keine Flasche gegeben, wäre ich auf der nächsten Runde wohl dehydriert oder zumindest unterversorgt gewesen, ich musste aber auch immer meine Flasche leeren, damit die Kalorienbilanz stimmte.
Natürlich war diese Taktik riskant, aber eine zweite Flasche mitzuführen oder mehr „Sicherheit“ in Form von fester Nahrung in der Trikottasche mitzunehmen hätte mich auch behindert. Etwas schlechtere Aerodynamik, eher Rückenschmerzen durch befüllte Trikottaschen – all das waren minimale Details, die unterm Strich eben  den einen oder anderen Kilometer mehr bringen können, aber auch das Risiko für eine Krise bergen. Wie in der Formel1: Voller Tank bedeutet langsamere Runden aber weniger Risiko… Wir entschieden uns für mehr Speed mit nur knapp befüllten Tank… - hierfür musste alles klappen, und es hat perfekt geklappt.

Technik: Die perfekte Ausrüstung gibt es sicher nie, es gibt immer verschiedene Meinungen und für jedes Terrain und jeden Fahrertypen ein anderes Setup, das die Stärken des Fahrers unterstützt. Aber ich glaube, dass wir für dieses Rennen und meinen Typus schon ziemlich nahe an der idealen Ausrüstung und Sitzposition waren.
Bei den Reifen gibt es wohl keine Diskussion: Tony Martin wurde vor wenigen Wochen Weltmeister im Einzelzeitfahren und benützte die gleichen Reifen wie ich – nämlich den Turbo Cotton (Clincher) von Specialized. Durch das Aufziehen von neuen Reifen in der 24mm breiten Version war auch der Pannenschutz kein Problem: Trotz der rauen Straße und der Verwendung eines Leichtschlauchs mit weniger Rollwiderstand, gab es keinen Defekt. Für diesen Fall hätte ich aber ein kleines Pannenset am Getränkehalter hinter dem Sattel montiert gehabt, was wohl die aerodynamischste Form des Mitführens eines solchen darstellt. Der zweite Getränkehalter im Rahmen wurde der Aerodynamik zuliebe geopfert.
Die Wahl der Laufräder war goldrichtig: Die Citec „8000 Ultra Disc“ ist die beste und leichteste Zeitfahrscheibe, die aktuell verfügbar ist. In der Clincher-Variante mit Alu-Bremsflanken wiegt sie nur unglaubliche 825g. Auch der Lenker „Stratos“ und der Zeifahraufleger „C6“ von Syntace spielen eine wichtige Rolle: Der Komfort für die Unterarme war optimal, ich war 90% der Zeit in der Aero-Position, hatte aber nie Probleme an den Unterarmen oder Nervenirriationen in den Fingern.

Die Sitzposition war für ein Ultra-Radrennen schon sehr tief und sportlich, aber das Motto lautete: So aerodynamisch wie möglich und nur so komfortabel wie nötig. Daher hatte ich schon das eine oder andere Mal mit leichten Schmerzen am Gesäß und im unteren Rücken zu kämpfen, aber wie gesagt: Ich wollte ja nicht tiefenentspannt im Ziel ankommen, sondern es war schon okay wenn es zu „zwicken“ begann. Beim RAAM würde ich freilich eine entspanntere Sitzposition einnehmen, aber für 24h war es genau richtig.
Für die Kette hatte ich ein neues „Gleitmittel“, nämlich das DryFluid-Bike, ein Kettengleitstoff, der sehr wenig Schmutz bindet. Eine nagelneue Kette wurde dafür montiert, dann nach kurzem Einfahren völlig mit Waschbenzin gereinigt und mit DryFluid behandelt. Es entsteht ein trockener, teflon-ähnlicher Film, der die Reibung der Kette minimiert, viele Hundert Kilometer lange hält und nochmals etwas an Reibungsverlusten einspart.

Auch der Helm spielt eine wichtige Rolle: Tagsüber in der Hitze mussten wir ihn zwar wechseln, aber solange die Sonne nicht stundenlange mit voller Kraft runter brennt, ist der TT-Helm eine echte Waffe! Irgendwann fehlt ab 30°C aber die volle Belüftung, wie sie andere Helme bieten, und so mussten wir dann für die letzten 6 Stunden auf den Evade Helm wechseln. Wobei auch dieser aerodynamisch nur um wenige Prozent schlechter als der TT-Helm ist.
Zu guter Letzt muss ich noch das Rad erwähnen, das mich mittlerweile seit 2013 begleitet. Das S-Works Shiv ist einfach ideal für diese Zwecke, es vereint Komfort und Aerodynamik, sodass ich ohne gröbere (siehe oben) Rückenprobleme oder Sitzbeschwerden 24h lang in wirklich tiefer, windschnittiger Position am Rad sitzen kann. Es ist in Punkto Komfort aber auch so konstruiert, dass die ruppigen Straßen keine großen Probleme machen - das Shiv funktioniert einfach perfekt.

Wetter: Kein Vorteil ohne Nachteil. In der Nacht war es mit 12°C sehr angenehm – Ärmlinge und Windweste genügten über dem dünnen Aero-Wüstentrikot, das mir owayo immer speziell für das RAAM anfertigt. Ein Zeitfahranzug war deswegen kein Thema, da ich mit einer normalen Trägerhose leichter unterwegs pinkeln konnte, und ich Trikottaschen benötigte, um ein vom Reglement vorgeschriebenes Handy mitnehmen konnte. Dafür stieg die Temperatur untertags laut meinem Garmin auf 33°C. Das ist für November bei nicht erfolgter Akklimatisation und der starken Sonneneinstrahlung (nahe der mexikanischen Grenze) doch sehr heftig. Die Zeit war im Vorfeld zum Akklimatisieren einfach nicht vorhanden, außerdem hätte ich das Wetter kühler erwartet: 2015 hatte es tagsüber angenehme 25°C dafür sehr kalte 5°C in der Nacht… Outdoor-Sport ist eben auch wetterabhängig, und das Umgehen mit diesen Temperaturen ist Teil der Herausforderung. Hätten wir die nächtlichen Bedingungen 24h lange gehabt, wären wahrscheinlich 900km möglich gewesen, aber in der Hitze des Tages wurde mein Kampfgeist auf die Probe gestellt.
Nach Halbzeit des Rennens war ich bei 465km und hatte vor meinem inneren Auge nur mehr die Zahl 900. Ich spürte, ich wollte, ich glaubte daran, dass ich diese magische Marke knacken könnte. Aber mit Anstieg der Temperatur wurde aus dieser Willenskraft nur mehr Überlebensdrang, ich konnte nur mehr von Trinkflasche zu Trinkflasche und von Runde zu Runde denken, wollte die Hitze einfach nur überleben und es war keine Rede mehr von Höchstleistungen. Zwischen 17 und 23 Fahrstunden konnte ich nur 190 Watt auf die Pedale bringen. Die anderen Fahrer litten mindestens gleich: Julian wurde immer langsamer, Marko hatte auch Probleme und ich überrundete ihn zwei Mal, Evens musste wegen Knieschmerzen sogar aussteigen.
Erst nach meinem Stopp im an der Strecke liegenden Hotel, wo ich meine Birne mal ordentlich im Pool abkühlte und wieder zu neuem Leben erweckte, konnte ich nochmals zulegen. Der Wechsel auf die kurze Schlussrunde legte dann in meinem Kopf nochmals den Schalter um: „Mit Stil zu Ende fahren“, was so viel heißt wie: Kein Taktieren, kein Absichern, kein Ergebnis Verwalten sondern voller Einsatz bis zur letzten Minute – das war ich Max und allen anderen schuldig, die mich unterstützten und mit mir fieberten.

So konnte ich also ein paar Minuten vor dem Ablauf der Zeit meine letzte Runde beenden und hatte nur eine grobe Ahnung, welche Distanz es schlussendlich wurde, weil sich mein Garmin wegen deaktiviertem Zusatz-Akkupack für ein paar Minuten ausschaltete daher einige Daten nicht aufzeichnen konnte. Die 900 habe ich ja abgeschrieben, aber es fehlte tatsächlich nicht viel auf diese magische Marke. 550,8 Meilen war mein offizielles Endergebnis, das sind 886 Kilometer und damit bin ich mit großem Abstand auf dem ersten Platz und nur knapp hinter meinem eigenen Weltrekord gelandet. Auch damals, in Berlin 2015, bin ich mit 896km knapp unter 900 geblieben, die bislang nur ein Mensch (Marko Baloh schaffte bei seinem 24h-Weltrekord auf der Bahn 903km) überbieten konnte. Mit jedem Mal, wo jemand knapp darunter bleibt, wird diese Marke aber wertvoller. Und mein Traum bleibt bestehen: Eines Tages möchte ich auch über 900km schaffen.
Ein spezielles Danke geht an Max, der mich optimal versorgt und unterstützt hat! Einzig bei der Berichterstattung sind ein paar kleine Hoppalas passiert: Statt professionellem „Product-Placement“ schlichen sich ein paar Running-Gags ein, Ensure wurde „Schurli“ genannt und zwischendurch wurde auf meinem persönlichen Facebook-Profil statt auf der Sportlerseite gepostet :-)
Aber wenn sonst alles gut geht, nimmt man das sehr gerne hin!

Fazit: Statt Frust und Enttäuschung über ein verpasstes Ziel einen Plan B entwickelt, nach einem Rückschlag wieder aufgestanden, ein neues Ziel gesucht, Spaß und Begeisterung für das eigene Tun nicht verloren, und dann im richtigen Moment das Potential voll abgerufen.
Danke an alle, die mich mit motivierenden und lustigen Kommentaren und Nachrichten angefeuert haben, auch wenn ich es erst danach lesen konnte. Danke auch für die vielen Gratulationen im Nachhinein!

Kleiner Einblick in die Leistungsdaten: Durchschnittsleistung (avg) 241W, normierte Durchschnittsleistung (NP) 256W, Training Stress Score (TSS) 1158. Details im Link siehe unten.

Schöne Grüße,
Euer „Wödmasta“ Straps

Links:

Leistungsdaten >> Trainingpeaks

Video >> Training in Oceanside

Fotogalerie >> Vorbereitung und technische Details

Fotogalerie >> das Rennen

Video >> nach dem Zieleinlauf

Homepage: www.24hrworlds.com

Ergebnisse 24h Solo: my.race|result.com

Beitrag vom 14.November 2016