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Das Ziel rückt näher, ebenso die Appalachen

Christoph Strasser hat am Vatertag in den Vereinigten Staaten von Amerika 3.600 Kilometer absolviert, 1.200 warten noch auf den Steirer. Derzeit fährt er durch Kentucky und im nächsten Bundesstaat Ohio folgt mit den Appalachen das letzte Bergmassiv.

Während an der Spitze des Race Across America Christoph Strasser unermüdlich seine Kilometer abspult, musste der Oberösterreicher Gerhard Gulewicz an der zweiten Stelle liegend in Kansas das Rennen beenden. Neuer Zweiter ist jetzt der Brite Park Pattinson, der 1.890 Kilometer vor dem Ziel liegt. "Das tut uns natürlich leid für Gerhard, der ein tolles Rennen gefahren ist. Wir wissen auch nicht, welche Probleme er hatte", sagt der Teamchef Rainer Hochgatterer.

Am Rad eingeschlafen
Auch seinem Schützling Christoph sind die Strapazen mittlerweile anzusehen. In der letzten Nacht legte er einen 15-minütigen Powernap ein. "Das war in Jefferson City. Aber der Powernap zeigte nicht seine Wirkung und als Christoph nach zwei, drei Stunden plötzlich anfing am Rad einzuschlafen, entschlossen wir uns für eine 75-minütige Schlafpause. Diese Entscheidung war Gold wert, da er danach wieder voll motiviert zur 35. Zeitstation fuhr", beschreibt Hochgatterer.

Randnotizen
Apropos Zeitstationen, da erlebte die Strasser-Crew kürzlich eine lustige Episode: Die Timestation 37 in Effingham hatte noch gar nicht offen, da sie erst in eineinhalb Tagen aufgebaut wird! Immer wieder tauchen auch Fans entlang der Strecke auf. "Gestern fotografierten wir ein Ehepaar an der Strecke, das extra 300 Meilen aus dem Norden kam, um Christoph zu sehen. Sie meinten, es sei für sie pure motivation! Und ein Vater hat sich für den heutigen Vatertag in den USA ein besonderes Geschenk von seiner Frau gewünscht: Gemeinsam zum RAAM an die Strecke zu fahren und die Sportler anzufeuern", beschreibt Fotograf Alexander Karelly.

Windkanaltests - alles wieder beim Alten
Nach seiner Ankunft in den Vereinigten Staaten unterzog sich Christoph bei seinem Radproduzenten Specialized einem eintägigen Windkanaltest. Bis zum vierten Tag wurden die daraus gewonnen Erkenntnisse angewendet. "Danach haben wir uns entschieden alles wieder zurückzubauen, wie die Trinkblase am Zeitfahrrad oder die Trinkflasche hinter dem Sattel. Es wurde zu gefährlich. Denn nach vier Tagen geht es nicht mehr darum richtig schnell zu fahren, sondern einfach noch am Rad sitzen zu können", sagt Hochgatterer.

Beitrag vom 16.Juni 2014