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Meine letzten 6 Monate – ein persönlicher Bericht über Höhen und Tiefen

Die Analyse aus dem Performance Management Chart: Vor dem Race Around Austria 2014 war ich recht gut in Form, doch trotzdem deutlich unter den Werten vom RAAM. Danach folgten ein großer mentaler Einbruch und eine faule Phase, einige Parties, das Leben genießen, Erholung – vor allem auch für den Kopf. Wie man sieht – und das glaubt mir ja fast niemand – kann ich auch ohne schlechtes Gewissen richtig „obizahn“ und bin kein getriebener, rastloser Ehrgeizler. 2-3 Wochen ohne ein Rennrad zu berühren sind kein Problem. Wenn ich kein Ziel vor Augen habe bin ich sogar ein richtig fauler Sack. So wie es eben alle normalen Menschen sind!

In diesem Sinne: Geduld und langfristig am Ball bleiben, dann werden auch kleine Schwächephasen kein Problem sein!

Euer Christoph

Trainingsaufzeichnungen aus dem Jahr 2007 von Christoph Strasser
Trainingsaufzeichnungen aus dem Jahr 2007
Trainingsaufzeichnungen aus dem Jahr 2007 von Christoph Strasser
Trainingsaufzeichnungen aus dem Jahr 2007

Ich war selbst etwas erstaunt, welche Trainings ich vor 8 Jahren schon durchgezogen habe – natürlich nicht so viele Einheiten wie heute, aber man sieht da schon dass sich ein Leistungsniveau über viele, viele Jahre langsam aufbaut, bzw. dass ich gar keine so großen Sprünge in den letzten 8 Jahren gemacht habe. Die größten Weiterentwicklungen bestehen eher darin, dass ich die Leistung länger halten kann, da sich auch der Bewegungsapparat (Gelenke, Sehnen, Bänder) anpasst. Die Ernährung wurde verbessert, das Team eingespielter, meine Psyche stärker. Aber körperlich gibt es keine Wunder, man braucht Geduld und muss sich Zeit geben, damit man in Tausenden winzigen Schritten langsam und stetig leistungsfähiger wird.

Damals war ich nach so einer Einheit drei Tage lang k.o., und das waren auch die Highlights in meiner Trainingsphase. Darum hab ich auch via Photoshop die Leistungskurve vom Daum Ergometer ins Polar Protokoll gemalt, es gab die feine Auswertungssoftware von heute noch nicht.

Warum ich das alles ganz offen zeige? Ich möchte einfach Einblicke in die mühsame Vorbereitung bieten und vor allem auch zeigen, dass auch einer, der beim RAAM ganz vorne mitfährt überhaupt kein Übermensch ist und genauso seine Probleme hat, dass es nicht immer nach Wunsch läuft, und dass man auch oft Motivationsprobleme hat, oder besser gesagt haben darf. Doch wenn man ein klares Ziel verfolgt, pendelt sich alles wieder ein, Körper und Geist fokussieren sich und das harte Training ist plötzlich wieder gut zu bewältigen. Und jeder kleine Schritt vorwärts, jedes Erreichen eines kleines Zwischenziels bringt den nächsten Motivationsschub. Man merkt, dass der Aufwand wieder beginnt Früchte zu tragen, vor allem in den Wintermonaten entscheidet sich, wie gut die Form im Sommer werden wird. Allein in der letzten Woche habe ich über 30 Stunden ausschließlich am Ergometer trainiert, dazu noch Termine und jede Menge Arbeit „drumherum“. Und jetzt heißt es am Ball bleiben und den Schwung mitzunehmen – das nächste RAAM kommt bestimmt, und das sehr bald :-)

Beim Stöbern im Archiv meiner Trainingsaufzeichnungen habe ich auch noch weitere interessante Details gefunden und möchte hier gerne Einblicke gewähren: 

Performance Management Chart Christoph Strasser
Auswertung der Trainingpeaks.com - Software

Im Urlaub bei Sonnenschein war ich natürlich aus Spaß am Fahren viel unterwegs und hatte danach zuhause wiederum extrem viel zu tun: Termine, Vortragsvorbereitungen, Sponsorentreffen usw. Kurz nach dem wieder aufgenommenem Training fiel ich dann gleich wieder für drei Wochen total aus, eine langwierige Bronchitis stoppte mich komplett. Natürlich waren auch Frust und depressive Phasen dabei, mir ging es nicht wirklich gut. Aber Geduld ist das Zauberwort, ich nahm mir genügend Zeit um mich komplett auszukurieren und vermied es, mich wieder zu früh zu belasten. Das ist auch etwas, das ich gelernt habe: Wer sich keine Zeit nimmt um gesund zu werden, schleppt eine Krankheit umso länger mit. Also Mut zur Pause!

Dafür geht es mir jetzt umso besser: Die Motivation ist wieder top, das Ziel vor Augen sehr klar, meine Formkurve (blaue Linie) steigt sehr konstant und gleichmäßig an, meine Ernährung ist sehr konsequent und die kleinen Sünden gibt es zur Zeit kaum bis gar nicht. Mittlerweile bin ich wieder fast auf dem Level wie vor dem RAA und es bleibt noch viel Zeit bis zum Saisonstart.

Beitrag vom 08.Februar 2015