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Mein Radjahr 2018 / Trainingsanalyse und Auswertungen

Spätestens mit dem Ende des Kalenderjahres 2018 ist es Zeit, auf die vergangene Saison zurückzublicken. Vieles hat sich getan unter Christoph's neuem Trainer Markus Kinzlbauer.

Trainingsanalyse und Auswertungen von 2018 – Zahlen und Fakten eines erfolgreichen Jahres

Spätestens mit dem Ende des Kalenderjahres 2018 ist es Zeit, auf die vergangene Saison zurückzublicken. Nach vielen Jahren Trainingsplanung und -steuerung durch Mag. Dr. Rainer Hochgatterer, auf die dann zwei Jahre ohne Coach mit Training nach eigenen Vorgaben folgten, hat Mag. Markus Kinzlbauer das Ruder übernommen. Mit seinen Vorgaben und Konzepten konnte der Trainingsalltag von Christoph abwechslungsreicher gestaltet werden, und durch die Kombi aus neuen Reizen, neu aufgeflammter Motivation und dem Ansatz des „polarisierten Trainings“ auch die Leistungswerte leicht nach oben geschraubt werden.

Die Zusammenarbeit zwischen „Max“ und Christoph begann im Dezember 2017, die klar gesteckten Ziele und Saisonhöhepunkte waren das RAAM im Juni, die RAA Challenge im August und die 24h-WM im Oktober. Im September wurde aber auch Europas größtes Einzelzeitfahren – der „King of the Lake“ über 47 Kilometer – als Zwischenwettbewerb eingebaut und dafür das Training speziell umgestellt.

Einige Zahlen und Daten aus den Trainingsaufzeichnungen (am Verhältnis der hohen Trainingsumfänge zur relativ niedrigen Kilometerzahl erkennt man den Anteil des Indoor-Trainings, das speziell in der RAAM Vorbereitung im Winter und Frühling wesentlich mehr als 50% ausmachte):

Trainingsstunden vom Trainingsbeginn (1. Dez/2017) bis zum RAAM Start (11.6.2017): 770h
TSS (Trainings Stress Score)  vom Trainingsbeginn (1. Dez/2017) bis zum RAAM Start (11.6.2017): 29042
Trainingskilometer (1. Dez/2017) bis zum RAAM Start (11.6.2017): 9227km
2018 Gesamt-Trainingsstunden (inkl. Rennen) vom 1.12.2017 bis zum 31.11.2018: 1382h
2018 Gesamt-TSS (inkl. Rennen) vom 1.12.2017 bis zum 31.11.2018: 48348
2018 Gesamt-Trainingskilometer (inkl. Rennen) vom 1.12.2017 bis zum 31.11.2018: 22226km
FTP Schwelle Mai 2018 (Tests gab es nicht jedes Monat): 395 Watt
Körpergewicht Mai 2018: 78kg

Resümee von Coach Max

Man kann das Training eines Einzelsportlers eigentlich nicht Schubladisieren. Alle Bemühungen ein Trainingsmodell zu erstellen, das auf jeden zutrifft, würde für uns Trainer vieles erleichtern oder uns auch überflüssig machen. Jedes Modell KANN sich aber nur an einem Mittelwert vieler Untersuchungen orientieren.

Richtig gute Sportler sind aber kein Mittelmaß. Daher können nur auf sie angepasste und individualisierte Trainingspläne ihre Leistungen optimieren.

Ein in unserem Falle oft genannter Begriff ist das polarisierte Training. Dazu möchte ich sagen, dass nicht das Modell am Anfang gestanden hat, sondern die Grundüberlegungen. Bei den Ultradistanzen steht für mich eine maximal hohe Belastbarkeit als Vorbereitung für den Wettkampf im Vordergrund. Um dies zu erreichen, müssen im Falle von Christoph irrsinnig hohe Umfänge gefahren werden, ohne die Entwicklung der zentralen kardiovaskulären Leistung zu vernachlässigen. Daher ist es logisch, sich viel in geringintensiven Einheiten zu bewegen. Würden wir diese Umfänge nahe der Schwelle fahren, kann die Regeneration nicht mehr sichergestellt werden (25h Wochen waren eher die Ausnahme, die Regel über 30h). Um eine Entwicklung in höheren Belastungsbereichen zu erreichen und die VO2max Ausnutzung zu verbessern, wurden richtig harte Intervalle ins Training eingebaut. Somit kann man diese Art des Trainings als polarisiertes kategorisieren. Die Trainingsplanung findet dabei wöchentlich statt, um bestmöglich auf die geleisteten Einheiten aufzubauen und schnell auf Eventualitäten zu reagieren. Es kommt des Öfteren vor, dass wir in der Trainingswoche aufgrund von div. Umständen den Plan umbauen/anpassen.

Nach dem RAAM hat sich der Fokus dann in berglastigeres Training verschoben, um bei der RAA Challenge eine möglichst gute Leistung zu bieten, so kurz nach dem RAAM. Gleich darauf richteten wir das Training auf den KOTL aus, mit vielen Einheiten an und über der Schwelle. Beides bedingte längere Regenerationszeiten und somit weniger wöchentlichen Umfang – also wieder weg vom polarisierten Ansatz, den ich über Stephen Seiler sehr zu schätzen gelernt habe, aber trotz alledem nicht auf alle Wettkampfarten umlege (die Analyse der Leistungsstruktur steht für mich klar im Fokus). Persönlich finde ich auch, dass das polarisierte Training bei manchen Sportarten erst ab einer gewissen Leistungsfähigkeit Sinn macht, aber das ist ein anderes Thema.

Nach dem KOTL ging die Trainingsplanung sofort in Richtung 24-h-Zeitfahr-WM in Borrego Springs und die Umfänge wurden wieder erhöht, aber auch die Schwelleneinheiten waren präsenter als in der RAAM Vorbereitung, da sich Straps viel näher an dieser zu bewegen hatte, um die angestrebten 900K zu erreichen.

Das Training muss sich aber nicht nur an der Leistungsstruktur, sondern auch an den Möglichkeiten des Trainierenden orientieren. So sehen Pläne für Ultrafahrer, die Vollzeit einem anderen Beruf nachgehen, auch komplett anders aus, um ein Optimum an Entwicklung zu sichern.

Es spielen also viele Faktoren in die Trainingsplanung mit ein, daher haben wir auch nie ein Problem damit, Teile zu veröffentlichen, denn wer diese einfach nachtrainiert ist selber Schuld ;-)

Mehr zu Markus Kinzlbauer unter:
www.mk-training.org

Trainingskilometer Gesamt

RAAM

Trainingsliste

Beitrag vom 11.Januar 2019