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2017 - Grenchen/SUI - 24h Bahn-Weltrekordversuch LIVE-TICKER

Details zu Christoph Strassers 24h-Bahn-Weltrekordversuch in der Schweiz

Am 15. und 16. Oktober will der Österreicher Christoph Strasser, dreifacher Gewinner des Race Across America, in Grenchen Sportgeschichte schreiben und den 24-Stunden-Weltrekord auf der Bahn knacken. Dafür muss er ab 14:00 Uhr 24 Stunden lang über 37,6 km/h fahren, um den bestehenden Rekord von 903 Kilometern zu überbieten.

Video Trailer (c) Groox Filmproduktion

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Statements von den Profis
Radsportgrössen aus aller Welt zeigen sich beeindruckt von Christophs Vorhaben:
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"Das ist auf jeden Fall ein cooles Projekt. Wobei ich mir selber nicht vorstellen könnte, 24 Stunden im Kreis auf der Bahn zu fahren. Respekt, wenn Christoph sein Ziel umsetzt! Ich wünsche ihm dafür alles Gute!"
- (Tony Martin, dreifacher Zeitfahrweltmeister, Olympiasilber Zeitfahren 2012)
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"Das ist ein unglaublich unangenehmer Weltrekordversuch, den Christoph vor hat. Schon alleine beim Gedanken daran schmerzt mein Hintern! Dazu mit diesen hohen Wattzahlen über 24 Stunden und jede Runde zwei Linkskurven. Wenn Christoph das schafft, ist es ein übermenschlicher Rekord!"
- (Christoph Sauser, zehnfacher MTB-Weltcupsieger, Weltmeister, Europameister)
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"Also ich möchte nicht 24 Stunden auf der Bahn fahren. Den geplanten Schnitt von 38 km/h sehe ich als durchaus realistisch, aber auf der Bahn ist eben alles etwas komplizierter. Du hast kein Betreuerauto, woher man Riegel oder Getränke bekommt. Die größte Herausforderung sehe ich darin, so lange im Sattel sitzen zu können. Auf der Bahn wirken stärke Fliehkräfte und die beanspruchen das Hinterteil mehr als beim „Geradeausfahren“. Eine Herausforderung sehe ich auch in den vielen Zwischensprints zwischen Kurve und Gerade, die Christoph einlegen muss. Bei so vielen Runden werden das ganz schön viele Sprints, um die Wattzahl zu halten."
- (Matthias Brändle, Stundenweltrekord am 30. Oktober 2014)

Rahmenprogramm Details

"Geschlafen wird vor und nach dem Weltrekordversuch in der Schweiz. Natürlich gibt es während des Versuches keine Schlafpause. Ich plane nur kürzeste Stopps für die eine oder andere Pinkelpause, insgesamt möchte ich nicht länger als fünf Minuten vom Rad. Durch die Flüssignahrung, wovon ich in den 24 Stunden mindestens 12.000 Kcal zu mir nehmen muss, bleibt mir ein größerer Toiletten-Stop aber erspart", beschreibt der Steirer.

Viel Unterhaltung in Grenchen
Für Unterhaltung im Radstadion für die Fans wird gesorgt. Neben Rund-um-die-Uhr-Catering, einem Brunch, Moderation, DJ-Klängen und einer eigenen Expo/Ausstellungs-Area erwarten die Besucher bei freiem Eintritt auch 24 Stunden lang Ultracycling-Kinofilme in der Chill-Area. Wer sich selbst aktiv betätigen will, kann die größte BMX-Pumptrack vor dem Radstadion benutzen. Für Kinder gibt es einen Kids-Parcours mit Bikes von Specialized.

Aktuell liegt der Indoor-Weltrekord bei 903,76 Kilometern, aufgestellt von dem Slowenen Marko Baloh 2010 in Montichiari (Italien). Im März 2015 verbesserte der Steirer Christoph Strasser in Berlin den 24-Stunden-Weltrekord auf der Straße auf 896,173 Kilometer. Nun soll der Rekord auf der Bahn folgen. Für einen neuen Rekord muss Strasser im Velodrome Suisse in Grenchen 3.616 Runden auf der 250m langen Bahn fahren und darf pro Runde etwa 24 Sekunden brauchen.

Mentale Stärke ausschlaggebend
«Ich erwarte mir beim Weltrekordversuch in der Schweiz eine Wattleistung von 250 oder leicht darüber. Beim 24-Stunden-Weltrekord auf der Straße in Berlin absolvierte ich im Vergleich dazu 254 Watt im Durchschnitt (NP) und bei schlechtem Wetter und Wind habe ich 896 Kilometer geschafft. Auf der Bahn sollte, wenn ich mental durchhalte, deutlich mehr möglich sein», analysiert Strasser.

Bahnrekord mit Straßen-Zeitfahrrad
Gleich wie Weltrekordhalter Marko Bahlo, der Strasser bei seinem Versuch Mitte Oktober in Grenchen als einer von drei UMCA-Officials überwachen wird, wird
der Steirer ein Straßen-Zeitfahrrad (Specialized S-Works Shiv) mit Schaltung und Bremsen verwenden.
"Ein Bahnrad kommt deshalb nicht in Frage, da es meiner Meinung nach nicht möglich ist, in 24 Stunden nicht einmal für wenige Sekunden die Beine hängen zu lassen. Damit ist zwar die Aerodynamik und der Widerstand der Kette etwas schlechter, aber in Summe überwiegen die Vorteile über eine starre Übersetzung. Ich werde hinten eine Zeitfahrscheibe verwenden, nur das 53er-Kettenblatt fahren und nur die Hinterbremse verwenden. Der linke
Brems- und Schalthebel wird abgebaut", sagt Strasser.

Keine Zeit zum Schlafen
Im Jahr 2014 gewann Christoph Strasser zum dritten Mal das Race Across America. Er absolvierte die 4.880 Kilometer lange Strecke als erster Sportler unter acht Tagen und stellte mit 7 Tagen, 15 Stunden und 56 Minuten einen neuen Streckenrekord auf. Rekordmäßig war und ist bei all seinen Rennen auch sein Schlafverhalten. Damals schlief er insgesamt nur fünfeinhalb Stunden. Heuer, bei seinem dritten Triumph beim Race Around Austria, brachte er es in dreieinhalb Tagen auf insgesamt eine Stunde und zehn Minuten Schlaf.

Beitrag vom 03.Oktober 2016