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Aktuelle News

Race Across America 2011 - Tagebuch zur RAAM Vorbereitung in den USA

Dienstag, 14.6. – Letzte Streckenbesichtigung, Abendessen und Teamübung Heute verging der Tag schneller als geplant, der freie Tag war nicht wirklich einer. Aber immerhin konnten die letzten kleinen Arbeiten sehr entspannt und mit einer kleinen Strand- oder Shoppingpause dazwischen erledigt werden.

Ich testete nur mehr das Rad nach dem Service, kurbelte entlang der Stadtausfahrt durch die zahlreichen Kreuzungen um den Weg nicht zu vergessen, der sehr kompliziert ist. Ja und schlussendlich hat Thomas mit uns noch eine sehr geniale gruppendynamische Übung gemacht, die unseren Teamgeist noch gestärkt hat. Das Abendessen, gefolgt von einem letzten Sprung in den Whirlpool verging viel zu schnell, und nun  geht der Tag im Motelbett zu Ende. Es wird die letzte Nacht in einem Bett sein für einige Zeit, aber ich freue mich schon darauf, Tage und Nächte am Bike zu sitzen :-)
Noch einmal schlafen bis zum Start…!

Montag, 13.6. – Ich war auch wieder mal fleißig!
Heute gab es abends das erste Aufeinandertreffen der ganzen RAAM Fahrer. Beim Riders-Meeting wurden alle Officials und Fahrer nacheinander auf die Bühne geholt. Zuseher waren keine da, aber die Betreuer der ganzen Teams, Solo- und Staffelfahrer klatschten allen anderen respektvoll Anerkennung.Lustig ist es zu beobachten, wie sich die Fahrer geben, ob sie locker oder nervös, redegewandt oder schweigund usw… sind. Bei manchen ist die Anspannung anscheinend sehr groß, gut dass ich ein so verläßliches Team habe und mich auf das wesentliche konzentrieren kann, auf das Rennen! Darum war ich heute noch einmal trainieren, und bin die erste Etappe zum Lake Henshaw in knapp 3 Stunden gefahren, habe mich vom Tempo am Berg noch einmal voll verausgabt, damit der Speed in der Ruhephase nicht verlorengeht.
Unsere offiziellen Termine verliefen gut, alle Autos und Räder sind regelkonform ausgerüstet und wir sind somit startklar, und haben den letzten Tag vor dem Start großteils frei und können einen Sprung auf den Strand schauen. Eine einzige Hiobsbotschaft war dabei: Bis zur Timestation 21 ist neuerdings nur Leapfrog-Support erlaubt, das heißt tagsüber müssen die Fahrer ohne Begleitauto unterwegs sein. Das ist eine irre Regel, die macht das Rennen total anders, denn jeder muss sich jetzt recht kurz auf diese neue Regelung einstellen. Die Betreuer werden die ersten 4 Tage nur vorausfahren und vom Streckenrand aus betreuen dürfen. Wird interessant wer damit gut oder nicht gut zusammenkommt… Neue Fotos folgen!

Sonntag, 12.6. – Ein Tag wie im Märchen.
So einen Tag wie heute habe ich noch nicht oft erlebt, es war einfach genial und nur schön. Gleich in der Früh haben meine Freundin Sabine und ich es endlich geschafft über Skype zu telefonieren, was mich schon extrem gefreut hat. Dann ein gemeinsames Frühstück mit der kompletten Crew – mittlerweile sind auch Max, Rainer, Christoph, Schöni und Scheb angekommen – mit Aufgabenverteilung und Besprechung des Tages. Meine Aufgabe war es zu entspannen und mich auszuruhen, während alle anderen die Arbeiten erledigten: Einkaufen, Installationen am Auto, Beklebungen am Auto und Rad, Service am Rad, Funkgeräte abstimmen, Fotos, Videos und Website bearbeiten, usw… Ich wurde sogar noch bekocht, massiert und konnte mich mit Thomas mental auf das Rennen gut vorbereiten und mein großes Ziel noch einmal durchleben. Durchbrochen wird die Idylle nur durch teilweise lautes Gelächter, weil mein Team immer wieder für einen Scherz gut ist und somit ist auch keine Nervosität zu spüren. Am Abend wurde dann von Vogs für alle ein herrliches Abendessen an den öffentlichen Grillstellen am Sandstrand zubereitet, den wir danach noch im Whirlpool ausklingen ließen. Nicht mehr lange, und dann wird aus dem „All inclusive“ Urlaub ein beinhartes Radrennen. Noch 3 Tage zum Start!

Samstag, 11.6. – Training und Vorbereitung abgeschlossen.
Heute war der letzte Tag in Borrego Springs, ab sofort haben wir unsere Unterkunft in Oceanside, dem Start- und Zielort des RAAM bezogen. Eine letzte 100 Kilometer lange Trainingseinheit hat mich heute mit Begleitung meines Teams in die Sanddünen der Mojawe-Wüste geführt, einer extrem beeindruckenden Gegend. Im Rennen kommen wir hier in der Nacht durch, darum muss ich mir das im Training einfach ansehen. Dass die Bedingungen hier auch optimal (im Sinne von sehr heiß) sind, kann man sich vorstellen. Da Harry und Lex, die zwei Fotografen, die hier wirklich großartige Bilder machen, sind nun am Weg zum Flughafen, um Max, Rainer, Scheb, Schöni und Christoph abzuholen. Darum gibt es die aktuellen Fotos aus der Sandwüste erst ein paar Stunden später. Inzwischen kann ich den Whirlpool hier genießen und meine Beine noch einmal ordentlich entspannen. Das ist auch das restliche Programm vor dem Rennstart am Mittwoch: Erholung und gesund Essen, damit ich mit vollen Energiereserven starten kann.

Freitag, 10.6. – Locker durch die Wüste
Tagwache war heute bereits um halb sechs Uhr, denn da sind unsere vier Teammitglieder nach einer Verspätung des Fliegers endlich im Motel angekommen. Gemeinsames Frühstück im Sonnenaufgang war insofern ein Genuss, weil es noch recht kühl war. Sobald die Sonne das Thermometer wieder zu den 40°C hinauf trieb, war es Zeit für eine lockere Runde in der Ebene der Wüste. Knappe 4 Stunden war ich mit Begleitung von Harry unterwegs. Viel mehr gibt es gar nicht zu berichten, es läuft alles bestens, ich trainiere sehr gut, fühle mich topfit und die Rennstimmung stellt sich langsam aber sicher ein. Countdown bis zum Start: noch 5 Tage!

Donnerstag, 9.6. – Intervalltraining und Verstärkung vom Team.
Mit voller Energie habe ich heute nach dem Ruhetag den Berg von Borrego Springs Richtung kalifornischer Küste zweimal befahren. Nachdem wir uns ausgeschlafen haben von der über 1000 Kilometer langen Autofahrt von gestern, startete ich um die Mittagszeit mit dem Training. Hier in Borrego ist es abartig heiß, die Luft steht wie in einem Backofen, 40°C sind tagsüber Standard. Und genau bei der Hitze geht es den Berg über 1050 Höhenmeter hinauf, das ist echt zum Abhärten!
Nach der ersten Einheit gab es aber sofort den Sprung in den Pool, ein leichtes Essen und viel Elektrolytgetränk. 3 Stunden später dann die ganze Aktion nochmals. Intervall auf den Berg und dann rasant runter und gleich wieder in den Pool. Lustig war nur, dass beim zweiten Mal das Filmteam von groox dabei war, um ein paar Aufnahmen für den Ultracycling-Film „it’s all about“ zu machen (6 Radfahrer bei 6 sechs verschiedenen Ultrarennen), da quält man sich dann doch etwas lieber… Nun kurz vor Mitternacht warten wir auf unsere weiteren Teammitglieder Vogs, Lex, Thomas und Pletzi, die aber leider eine Verzögerung des Fluges abwarten müssen. Aber hier in unserem Lieblingsmotel kann man sich die Zeit ganz gut vertreiben, immerhin gibt es hier eine eigene Küche, und die Aufbereitung von Harry’s Fotos ist ja auch nicht wenig Arbeit. Am Samstag Abend stößt dann der Rest des Teams zu uns.

Mittwoch, 8.6.2011 – Ruhetag und Rückreise nach Borrego Springs.
Ein Tag hauptsächlich im Auto, einige Besorgungen und Zeit für eine kurze Zwischenbilanz:
In den letzten fünf Tagen habe ich 880 Kilometer mit 8400 Höhenmetern entlang der RAAM Strecke absolviert, alles im lockeren Grundlagentempo. So kurz vor dem Start hat zu heftiges Training keine positive Auswirkung mehr. Die letzte Woche werde ich das Training jetzt zurückschrauben, noch einige Intervalle einbauen um die Muskelspannung aufrecht zu erhalten und meine Reserven auffüllen.Hier ein paar Fakten der letzten Tage:
Fotomaterial in Gigabyte: 48
Getrunkene Liter Flüssigkeit: 40
Zerfetzte LKW-Reifen am Straßenrand: 21
Anzahl der Geraden über 10 Kilometer Länge: 8
Begegnungen mit anderen Radfahrern: 5
Angriffslustige freilaufende Hunde: 3
Platte Reifen, Defekte: 2
Wolken am Himmel: 1

Dienstag, 7.6.2011 – Von Cortez auf den Wolf Creek Pass.
Heute war der fünfte und letzte Tag vom Ausdauer-Trainingsblock vor dem RAAM. Und wie man es in der Trainingslehre so schön lernt, hatte der letzte Tag auch die größte Distanz, nämlich 225km. Ich startete von Cortez, das ist eine kleine Stadt am Fuße der Rockies. Die Anstiege sind anfangs flach und nicht sehr lange, trotzdem geht es schnell auf 2500m Höhe. Dort wo bei uns mit dem Großglockner der höchste Pass aufhört, sind es dort grade mal bessere Hügerl. Wellig mit vielen Auf und Abs führt die Strecke dann durch das saftig grüne Colorado bis Pagosa Springs. Hier wartet ein harter Brocken, nämlich der Wolf Creek Pass. Mit 3300m Höhe ist das auch der höchste Punkt des RAAM. Ich war erstaunt wie leicht der Berg zu fahren ist, nie mehr als 7% Steigung und nur zwei mickrige Serpentinen. Mit der Kette auf der großen Scheibe bin ich ganz locker raufgerollt, die dünne Luft war allerdings schon leicht zu spüren. Beim Rennen sind wir hier halt schon 3 Tage unterwegs, dann wird der Pass (vermutlich in der Nacht zu fahren) sicher sehr hart und unangenehm werden… Morgen ist Rückreise- und Ruhetag, wir machen uns auf den Weg Richtung Küste.

Montag, 6.6.2011 – Von Mexican Hat nach Cortez
Gleich vorweg: Mittlerweile haben wir mit den Polizisten wieder Frieden geschlossen, denn in Mexican Hat hat uns der Sheriff gleich beim Fotografieren auf der Straße beschützt und geschaut, dass die ankommenden Autos auf uns Rücksicht nehmen, damit sich Harry mit seiner Kamera austoben kann. Und kurz darauf, am Heimweg, wurde das Stativ von Harry gestohlen und der Sheriff durch den Motelbesitzer sofort verständigt. Wir hoffen dass er die Übeltäter, die von einem Augenzeugen beobachtet wurden, stellt. Dann wäre der Fehler seines Kollegen vor zwei Tagen mehr als ausgemerzt…
Sportlich läuft alles perfekt. Heute war das Training mit 150 Kilometern eher kurz, dafür sehr anstrengend weil viel bergauf und das ganze bei erbärmlichen Seiten- bzw. Gegenwind. Aus den roten Felsschluchten in Utah sind wir allmählich in etwas grüneres Gebiet in Colorado gekommen, plötzlich sind da keine Wüsten sondern saftige Wiesen rund um uns, mit Ranches und jeder Menge Pferden. Am Horizont tauchen schon die schneebedeckten Gipfel der Rockies auf. Heute übernachten wir in Cortez, und morgen geht’s zur längsten Trainingsetappe auf den Wolf Creek Pass. Gute Nacht aus Colorado!
PS: neue Bilder folgen demnächst

Sonntag, 5.6.2011 – von Tuba City nach Mexican Hat

Diese Etappe stellt im Rennen zwei Timestations dar, insgesamt 180km. Doch weil auch heute der Rückenwind recht heftig blies, war die Trainingseinheit zu kurz, und so drehten Harry und ich im Monument Valley gemeinsam eine Zusatzrunde mit 35 Zusatzkilometern.Es soll ja schlimmeres geben als bei strahlend blauem Himmel vor atemberaubend schöner Kulisse zu radeln. In der letzten Stunde hat mich dann aber der sogenannte Mann mit dem Hammer ordentlich erwischt, weil ich die viele Sonne gemeinsam mit 38°C und der Höhe (1800-2000m) noch nicht so gut vertrage. Ich trinke wie ein Kamel, und trotzdem kommt unten nichts raus und auch schwitzen tue ich nicht. Das ist eben das besondere an der trockenen Wüstenhitze. Aber dafür bin ich ja hier, um mich zu belasten und auf die harten Rennstunden einzustellen. Nach einem kurzen Powernap und ordentlicher Verpflegung im Motelzimmer war ich abends schon wieder fit. Und das Abendessen klappt diesmal dafür nach Plan, denn mittlerweile gibt es einen Gaskocher, der herrliche Steaks ermöglicht! RAAM Countdown – noch 10 Tage bis zum Start.

Samstag, 4.6.2011 – von Sedona nach Tuba City.
180 Kilometer standen heute am Trainingsplan, und die habe ich gleich in 4:50 Stunden absolviert. Schuld dran war ein extrem böiger Rückenwind, der mich durch die Prärie blies. Teilweise stark von der Seite, dann gleicht das Radfahren einem Balanceakt.
Selten von vorne, dann geht’s mit Schritttempo voran, und meistens von hinten, wo ich dann mit 50 durch die Ebene rollte. An und für sich ist es schön, wenn man in nur eine Richtung unterwegs ist, und keinen Heimweg gegen den Wind antreten muss. Doch heute war es für Harry und mich nervtötend. Weil ich zu schnell war, holte mich Harry nach einem kurzen Einkaufsstopp nicht mehr ein, und machte sich Sorgen was mit mir los sei. Er fragte einen Polizisten, ob er einen Radler gesehen hatte. Als der Freund und Helfer verneinte, drehte Harry um und machte sich auf die Suche nach mir, mit der Vermutung ich hätte einen Defekt und bin irgendwo stehengeblieben. Ich war aber schon viel weiter vorne und machte mir im gleichen Moment Sorgen, wo Harry nun sei, ob das Auto eine Panne hat oder er einen Unfall. Im Endeffekt habe ich dann in unserem Etappenziel Tuba City halb verhungert und verdurstet gewartet, und nach einer halben Stunde kam Harry dann doch noch. Schuld an der Misere war eindeutig der Polizist… Das war ein gutes Training für das Verhalten beim RAAM, denn auch dort kann es passieren, dass der Fahrer ein Stück allein fahren muss, und dann sollte es besser funktionieren als heute. Bislang verläuft das Training ideal, und ich spüre wie ich langsam aber sicher wieder meine beste Leistung abrufen kann.

Freitag, 3.6. - von Prescott nach Sedona
Harry und ich sind in Phoenix, Arizona angekommen und haben bereits den ersten fleißigen Tag RAAM – Vorbereitung hinter uns. Nach der Ankunft am späten Donnerstag Abend und der Übernahme unseres Mietwagens waren wir sehr müde und haben uns nur mehr das nächstbeste Motel gesucht.
Heute am Freitag haben wir uns schon sehr früh aus dem Bett gequält und gleich die beiden Räder zusammengebaut. Zu meiner Freude hat die Fluglinie unser Gepäck diesmal nicht beschädigt, und beide Roubaix sind unverbeult angekommen. Dann sind wir durch Phoenix geirrt, um mit großer Verspätung bei unserem Termin mit der Firma Vemma anzukommen. Es war toll, die Leute im Vemma Headquarter persönlich zu treffen, da Vemma ein Sponsor von mir ist und ich eigentlich nur die Mitarbeiter aus Österreich kenne. Am späten Nachmittag ging es dann endlich auf das Rad. Es war ein wunderschöner Tag in beeindruckender Landschaft rund um Sedona. Etwas mehr als 100 Kilometer reichen für die erste Trainingseinheit zum Auslockern der vom Flug und den zwei „Faulenztagen“ müden Beine. Leider ist unser Plan, im Supermarkt einzukaufen, und mit dem Gaskocher ein Steak zu braten kläglich gescheitert. Unser Steak liegt noch im Kühlschrank, ein Gaskocher war leider nicht erhältlich, somit müssen wieder Salat und Vollkorn-Sandwich herhalten. Mahlzeit!

Mehr Bilder in der Fotogalerie!
Copyright (c) Harald Tauderer

Wasserkühlung in der Wüste

Heiß aber doch ein Spaß!

Tempo in der Ebene

ein Foto mit Speed-Effekt

bei 40°C Intervalle am Berg

1 Liter pro Stunde ist zu wenig!

Locker ausrollen am Abend

vorbei am Monument Valley

Ganz genau hinschauen!

Kurz vor der Passhöhe auf 3000m

Mexikan Hat 90° Kurve

durchs Monument Valley

unser Freund und Helfer

Mahlzeit! Campingkocher óle

Auffahrt nach Flagstaff durch...

...den Oak Creek Canyon.

Eine wunderschöne Gegend!

Abendstimmung bei Tuba City

Fahrt vom Flughafen zum Motel

Endlich das erste Mal aufs Rad

Beitrag vom 04.Juni 2011