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Race across America 2015 Live-Ticker

RAAM/Tag 3: "Frage ist, wer dieses Rennen durchsteht!"

„Dieses Race Across America ist bisher das härteste, das ich je gefahren bin“, keucht Christoph Strasser am höchsten Punkt in den Rocky Mountains, dem Wolf Creek Pass. Glühende Hitze begleitete die Teilnehmer in den ersten drei Tagen. Während Christoph die letzten Anstiege in den Rockies absolviert, liegt er weiterhin vor seinem Freund und Trainingspartner Severin Zotter in Führung, dahinter komplettiert mit Gerhard Gulewicz ein weiterer Österreicher das rot-weiß-rote Führungspaket.

Über 1.500 Kilometer hat Christoph Strasser bereits in den Beinen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit nach 2 Tagen und 10 Stunden beträgt trotz der langen Anstiege in den Rocky Mountains noch 27,04 km/h. Der Kraubather liegt rund 80 Kilometer vor Severin Zotter, der sein erstes RAAM bisher mit Bravour bestreitet! Zotter lag bis Kilometer 760 in Führung, dann wurde er während eines Powernaps von Strasser überholt. Der bisherige Dritte Gulewicz liegt rund 160 Kilometer hinter Strasser. Nach den San Juan Mountains in Colorado geht es weiter Richtung Kansas, wo die schier unendlichen Weiten auf Chris & Co. warten. 

Trinken wie ein Kamel
„Es ist, als ob du ein Kamel betreuen würdest“, scherzt Christophs Teamchef Michael Kogler im Pacecar. Die Betreuer haben in den letzten Tagen ihrem Schützling pro Stunde rund 1,5 Liter Flüssigkeit gereicht. „Es hat heuer zehn Grad mehr als im Vorjahr und die Hitze am letzten Tag war noch nie so kräfteraubend für Christoph. Es hatte durchwegs über 40 Grad. Zudem kämpfen wir heuer mit massivem Verkehr. So hart der erste Tag war, so perfekt lief es gestern. Christoph radelte ohne Müdigkeit und Wehwehchen. Leider hat der Defektteufel wieder zugeschlagen. Während einer acht Kilometer langen Schotterstraßepassage hatte er seinen vierten Platten“, sagt Kogler. 

Christoph Strasser radelt unermüdlich quer durch die Vereinigten Staaten. Die Anstrengungen und vor allem die Hitze setzt allen Startern zu. Christoph ist davon überzeugt: „Die Frage ist nicht, wer in diesem Jahr als Erster ins Ziel kommt, sondern wer das Rennen „durchsteht“. So hart ist es in diesem Jahr. Durch die extreme Hitze ist dieses RAAM nicht mit den Vorjahren vergleichbar.“

Christoph radelt für den guten Zweck
Seit gestern läuft die Charity-Aktion von Christoph Strasser, bei der drei seiner Weltrekord-Räder versteigert werden. Das Interesse ist riesig, so steht eines der Räder nach nur 24 Stunden bereits bei 5.000 Euro. Die Versteigerung läuft noch bis 28 Juni, die Einnahmen kommen den Projekten des Vereins Lyoness Child & Family Europe zugute. Noch vor dem Rennen hat Christoph für all seine Fans eine kurze Videobotschaft vorbereitet: http://bit.ly/1IlT3wj. Unter diesem Internetlink http://ebay.eu/1Lk7cNF können alle um ein Rad mitbieten, das Geschichte geschrieben hat!

Beitrag vom 19.Juni 2015