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Fazit Saison 2025 und Ausblick 2026

Rein von den Platzierungen her war ich im ersten Moment nach meinen zwei großen Rennen nicht ganz zufrieden. Zweiter beim Unknown Race und Fünfter beim TCR waren nicht die Resultate, die ich mir erhofft habe.

Zielankunft TCRNo11 (Photo: Sam Dugon)

Freude oder Enttäuschung über eine Platzierung sind aber immer nur von kurzer Dauer, das was bleibt sind die vielen Erinnerungen an schöne Momente und die Erfahrungen: Probleme lösen, mit Rückschlägen umgehen, das Akzeptieren von Situationen, die man gerne anders gehabt hätte.

Beim Transcontinental Race hatte ich großartige aber auch schwierige Phasen, aber ich habe niemals aufgegeben oder aus Frust über die verpasste Fähre - und dem damit verbundenen Zeitverlust von einem kompletten Tag - alles weggeworfen. Okay, kurz war ich schon frustriert, aber ich habe dann versucht, so bald wie möglich ein neues Ziel zu setzen und wieder nach vorne zu schauen. Denn für Umstände, die man nicht mehr ändern kann, braucht man auch keine Energie mehr zu verschwenden.

Ich habe bis zum Schluss mein Bestes gegeben, aus Respekt vor dem TCR an sich und vor allen anderen, die sich ebenso durchkämpfen.
Durchzuhalten und fertig zu fahren, wenn es nicht nach Wunsch läuft, ist eine der schwierigsten Herausforderungen im Sport.

2025 war ein gutes Jahr. Danke an alle, die mir die Daumen gedrückt haben!

Ausblick Saison 2026:

Bisher habe ich mich bereits für die Teilnahme an zwei Rennen entschieden:
Den Auftakt in die Saison werde ich Ende März beim Unknown Race, das dieses Jahr in Spanien stattfinden wird, bestreiten. Es reizt mich, da der Modus mit der nicht bekannten Strecke und den wechselnden Austragungsorten für Abwechslung sorgt, es im Rennen stets spannend bleibt und man bei der Routenplanung während des Wettkampfs gut improvisieren und schnell handeln muss.

Als weiteres Vorbereitungs-Rennen werde ich im Frühling/Frühsommer noch ein weiteres Rennen in der Größenordnung von ca. 1000 Kilometer anpeilen, bevor es dann Ende Juli wieder zum Saisonhighlight geht - dem TCR.
Die zwölfte Austragung wird meine fünfte Teilnahme sein, und das wird wirklich besonders:
Erstmals startet das TCR hoch im Norden und führt von Trondheim über einen Gravel Parcours ins südliche Norwegen und Schweden. Ja, es gibt wieder Fähren, und das nervt mich irgendwie, aber im Gegensatz zu 2025 werden die Fährüberfahrten nicht rennentscheidend sein. Denn das "Ferry-Game" findet im ersten Drittel des Rennens statt, und es gibt über die Ostsee eine Vielzahl an Möglichkeiten, um von Schweden nach Dänemark, Deutschland oder Polen überzusetzen. Alle Fähren fahren mehrmals täglich, und man wird im schlechtesten Fall nur einen kleinen Rückstand durch Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, kann sich im Gegensatz dazu aber mit guter Planung einen kleinen Vorteil herausfahren.
Über weitere Gravel-Abschnitte im Tatra Gebirge in Tschechien und der Slowakei führt die Strecke dann weiter nach Süden, zu den Checkpoints in Sarajevo (BOS), Leskovik (ALB) bis zum Ziel in Kalamata am Peloponnes in Griechenland.
Für mich wird Skandinavien und die Strecke bis einschließlich Ungarn komplett neu und abenteuerlich sein. Ab Sarajevo kenne ich dann schon viele Straßen aus den letzten Jahren. Somit freue ich mich auf ein großartig besetztes Starterfeld, eine spannende Strecke, und eine ca. 5000km lange abenteuerliche Route!

Links: 

Transcontinental Race: www.lostdot.cc 
Unknown Race: www.unknownrace.cc