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Sieg beim Saisonauftakt in Italien!

Die Saison 2022 hat für Christoph Strasser mit einem Sieg begonnen. Der Kraubather holte sich den Sieg beim 775 Kilometer langen Race Across Italy mit neuem Streckenrekord von 24:28 Stunden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 31,76 km/h.

Foto: Manuel Hausdorfer

Am vergangenen Samstag ging der sechsfache Race Across America-Triumphator Christoph Strasser um 12:24 Uhr in das 775 Kilometer lange und mit 10.500 Höhenmeter gespickte Race Across Italy. Start und Ziel befanden sich in Silvi Marina an der Adriaküste. An das größte Ultra-Radrennen in Italien hat Christoph sehr gute Erinnerungen, konnte er doch 2013 die Premiere des Race Across Italy gewinnen. Und im gleichen Jahr schaffte er das Race Across America auch erstmals unter acht Tagen!

Schweres Finale in Italien
Bei perfekten Bedingungen mit 20 Grad Temperatur startete er gestern als Letzter der 36 Solo-Starter in den Klassiker. Das Wetter sollte aber nicht so schön bleiben. "Er hat sofort seinen Rhythmus gefunden und trotz Regen, Kniezwicken und natürlich Müdigkeit überstand er die Nacht auch sehr gut", beschreibt Teamchef Michael Kogler. Heute früh klarte es etwas auf, doch die letzten Stunden auf dem Rad waren richtig hart für den Steirer: "Es lief lange Zeit richtig gut, aber die letzten Stunden des Rennens waren ein Kampf. Es hat geregnet und ich bekam auch gröbere Knieschmerzen. Aber ich freue mich riesig über diesen Sieg mit neuem Streckenrekord. Jetzt freuen wir uns alle auf einen guten Espresso." Die bisherige Bestmarke hielt Ralph "Dizzy" Diseviscourt mit 26:23 Stunden aus dem Jahr 2019. 
 
Hiobsbotschaft vor dem Start
Kurz vor dem Start gab es für Christoph eine Hiobsbotschaft: "Mein dritter Betreuer konnte wegen Corona nicht mit. Für mein kleines Team war das ganze Rennen darum sehr herausfordernd. Deshalb hat nicht alles 100%ig geklappt. Wir hatten einige NavigationsfehlDie Saison 2022 hat für Christoph Strasser mit einem Sieg begonnen. Der Kraubather holte sich den Sieg beim 775 Kilometer langen Race Across Italy mit neuem Streckenrekord von 24:28 Stunden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 31,76 km/h.  er. Kogi und Manuel haben voll am Anschlag gearbeitet und tolles geleistet. Deshalb bin ich mit der Zeit auch mehr als zufrieden."

Nächster Stopp in Niederösterreich
Nach dem erfolgreichen Saisonstart geht die Saison für Christoph Strasser in der Heimat weiter. Am 27. Mai 2022 startet er beim Race Around Niederösterreich. 

Einblicke und Leistungsdaten:

Dadurch dass Christoph die Strecke nicht kannte, war auch seine Strategie zur Materialwahl sehr flexibel. Angedacht war ursprünglich ein Radwechsel im steileren Teil des ersten Anstiegs: Vom Zeitfahrrad für die flache Passage nach dem Start sollte es dann aufs Bergrad gehen. Doch weil die Anstiege weniger steil als gedacht waren, und der Rhythmus so gut gefunden wurde, blieb Christoph - vorerst - noch am Zeitfahrrad. Doch auch die kommenden Anstiege blieben deutlich unter 10% Steigung, und daher wurde fast das ganze Rennen am ShivTT absolviert. Erst gegen Ende wurde auf das Tarmac gewechselt.
Die Leistung blieb fast konstant hoch. Die Kälte der Nacht, der am Morgen einsetzende Regen und die allgemeine Müdigkeit ließen in den abschüssigen und flachen Passagen den Druck am Pedal dann aber doch absinken, wobei die Wattwerte in den Anstiegen bis zum Ende hoch gehalten werden konnten.
Die detaillierte Analyse ist auf Strava zu finden:
Link: www.strava.com/activities/7037411825

STATEMENT ZUM TRAGISCHEN UNFALL BEIM RACE ACROSS ITALY:

Viele von euch haben sicher mitbekommen, dass das Rennen in Italien von einem dramatischen Ereignis überschattet wurde, und daher ab Nachmittag auch keine Zieleinläufe und Abschlussfeierlichkeiten mehr stattgefunden haben. Der erfahrene polnische Teilnehmer und mehrfache RAI Finisher Pawel wurde in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt, dessen Ursache noch nicht geklärt ist. Passiert ist das Unglück in einem Tunnel kurz nach der Timestation 3 um 15 Uhr Nachmittags.
Das Mitgefühl und die Anteilnahme von mir und meiner Crew, der gesamten Ultracycling Community und der Veranstalter des Rennens sind bei Pawels Familie.

Offizielles Statement des Veranstalters:

On the 24th of April 2022 at 3.00 pm, Pawel Talaga suffered a road accident that proved to be fatal. The event happened in the La Portella tunnel near Roccaraso, in the Abruzzo region.
Pawel was a polish citizen with decades of endurance cycling experience. He was participating in the Race Across Italy an ultra-cycling event in which he had competed several times in the previous years.
The police and local authorities have opened an inquiry and are still investigating the case. No official information has been released yet. We are proactively cooperating with the police to ensure a prompt and transparent resolution of the case.
The organisers of the Race Across Italy and the international cycling community are extremely saddened by the news and wish to give the most heartfelt condolences to Pawel's wife Anja.

Silvi Marina, the 25th of April 2022

Möglichkeit zur finanziellen Unterstützung für Pawels Familie unter diesem Spenden-Link: https://gofund.me/131259f8